27.01.
Ein weiterer Tag des Aufbruchs! Wir frühstückten in aller Ruhe und packten dann unsere Sachen – unser Taxi zur Fähre sollte erst um 14 Uhr eintreffen. Tatsächlich hatte es zehn Minuten Verspätung, doch uns wurde schnell klar, dass die geplante Abfahrtszeit 14.30 Uhr ein wenig optimistisch war, wir hatten uns vorher schon ob des engen Zeitplans gewundert.
Die ganze Aktion war sehr abenteuerlich geplant, mit drei Autos ging es im Konvoi zunächst zum Immigration Office, um den Papierkram zu regeln, der Malaysia betraf. Weiterhin fuhren wir zu einem privat aussehenden Kai (und nicht dem allgemeinen Fährkai, an welchem wir vor der Abfahrt noch Geld abheben wollten..) und stiegen in ein Speedboat, auf das gut 20 Menschen passten. Wir fühlten uns ein wenig wie bei Schleusern. Kurze Zeit später heulten zwei 200 PS-Außenborder auf und wir beschleunigten sehr zügig. Die Überfahrt war recht holprig, bei einigen Wellen schien das Boot in der Luft zu stehen und drohte beim anschließenden Aufprall des Geräusches nach zu zerbrechen, doch wir kamen tatsächlich gegen 16.30 Uhr auf Ko Lipe an. Wir landeten an einem Ponton und es folgte eine Überraschung – um per Taxiboot die 30 m zum Strand zu gelangen, sei eine Gebühr von 50 Baht pro Person fällig (auf dem Schild standen 20, auf dem Ticket selbst 30 Baht, aber gut). Da wir ja noch kein Geld gewechselt hatten, wurde uns auch gewährt, in malaysischen Ringgit zu zahlen. Das Ticket hätte am Ende eh niemanden interessiert – eine interessante Episode, willkommen in Thailand!
Am Strand angekommen, der aus tollem weißen Sand bestand und uns an Whitehaven Beach erinnerte, ging es nach 15 m Fußmarsch zum Office, das allerdings nirgendwo erkennbar beschildert war. Die Ausweise, die interessanterweise vor der Taxifahrt eingesammelt worden waren, wurden nun ausgeteilt, damit man seine Immigration Card ausfüllen und dann gemeinsam mit dem Pass wieder abgeben sollte – wofür genau war gleich die erste Einsammlung?
Nun ja, gegen 17 Uhr thailändischer Zeit (ein weiteres Mal durften wir die Uhren umstellen, Thailand liegt eine Stunde vor Malaysia) hatten wir unser Ziel erreicht – Jack’s Jungle liegt mitten in genau selbigem und besteht aus einigen Bungalows, in unserem fühlten wir uns von Anfang an sehr wohl. Dieses sieht aus wie ein typisches Dschungelhaus und lässt sich nur schwer beschreiben. Eines der Highlights ist sicherlich das „Badezimmer“, eine Tür am Ende des Bungalows führt zu einem kleinen Innenhof, hier finden sich eine Toilette, ein Waschbecken und eine waschechte, aus Bambus gebastelten Regendusche, einfach gelungen.
Zum Glück gibt es ein Mückennetz in der Hütte – ein wahres Naturerlebnis eben :).
Wir duschten und machten uns im Anschluss auf zum Sunset Beach. Dieser liegt knappe 5 Laufminuten entfernt und hier lässt sich, wie der Name schon vermuten lässt, der Sonnenuntergang prima beobachten. Laura genoss einen Iced Cappuccino, ich einen außergewöhnlich leckeren Mangoshake und wir saßen lange am Strand.
Schließlich beendeten wir den Tag mit einem leckeren Abendessen hier in unserer Lodge, für Laura gab es Papayasalat, den wir uns teilten, und ein scharfes gelbes Curry und für mich Penang-Curry mit Hühnchenfleisch. Danach endete ein ereignisreicher Tag mit einem hausgemachten Ananas-Pfannkuchen mit asiatisch schmeckender (besser kann ich es nicht beschreiben) Nutella.
Chang – thailändisches Bier und eine gute Erfrischung bei den Temperaturen.
28.01.
Unser zweiter Tag in Thailand startete mit einem langen Ausschlafen. Frühstück gibt es hier im Hotel bis zwölf und wir ließen uns auch nicht vor elf dort blicken. Nach einiger Organisation in der Mittagsruhe (unser nächstes Ziel heißt Ko Muk) lasen wir auf unserer Veranda – interessant war dabei den Temperaturunterschied zwischen der „Hauptstraße“ (mit einem Moped inklusive Beiwagen gerade so befahrbar) und unserer Hütte mitten im Regenwald festzustellen – auf ersterer brütendheiß, war es auf der Veranda vor zweiterer angenehm kühl.
Nach der größten Mittagshitze und einiger Aufregung bezüglich der nicht passenden Reiseadapter legten wir uns gegen halb vier an den Sunset Beach und genossen die Sonne. Beim Schwimmen gehen stellten wir fest, dass einige Korallen bei Ebbe bis an die Meeresoberfläche kommen und es vor Seeigeln nur so wimmelt – gut aufpassen, wo man hintritt!
Wir genossen auch heute wieder den Sonnenuntergang und machten uns anschließend fertig – wir wollten bei Beverly und Chris vorbeischauen, einem kanadischen Pärchen, das wir auf der Fähre kennengelernt hatten. Leider konnten wir sie nicht erreichen und gingen alleine essen. Hierfür suchten wir uns ein etwas abgelegenes Restaurant direkt am Strand, das seine Plastiktische bis fast in die Wellen hineinstellte. Das Essen war lecker, besonders Lauras Fisch (wir tippen auf Schwertfisch, genaues ließ sich leider nicht in Erfahrung bringen) schmeckte köstlich.
Zwar nicht elegant mit den Plastiktischen, aber die Atmosphäre ist einfach nur toll.
Zum Abschluss unseres Abends gab es im benachbarten Resort einige Drinks, auf langen Strohmatten mit „Sitzdreiecken“, einem Hund, der sich direkt zu uns gesellte und einem tollen Strandblick bei Fackelschein.
Eigentlich wollten wir ein Selbstauslöserbild machen, aber unerwartet gesellte sich ein Hund zu uns :).
Ah … hat doch geklappt!
29.01.
Auch heute schliefen wir bis zehn, frühstückten dann in Ruhe und legten uns zum Lesen auf unsere Veranda – an den Strand wollten wir erst gegen 15 Uhr, so wie gestern auch. Ich trieb noch ein wenig Fitness und nachdem uns Mankell’s Faceless Killers schon seit Adelaide begleitet hatten und in Langkawi im Tubotel geblieben waren, war es nun an der Zeit, Camilleri’s Montalbano einzutauschen. Laura hatte ihn in Mission Beach ertauscht, auch dieses Buch hatte uns schon eine Weile begleitet – wir hatten es beide gelesen.
Nach einigen Ideen, was wir mit der verbleibenden Zeit anfangen können, schlenderten wir zum Strand und legten uns in die Sonne. Zwischendurch kühlten wir uns ab – auch anhand der Tagebucheintäge lässt sich wohl nachvollziehen, dass unsere Reise sich in den letzten Tagen ein wenig verändert hat. Weg vom Erkunden, hin zum Faulenzen, zumindest für den Moment!
Wer liegt wohl wo?
Nach dem dritten Sonnenuntergang am Sunset Beach in Folge und vielen Fotos, duschten wir im Hotel und machten uns dann noch einmal auf, das Nachtleben hier in Lipe zu erkunden. Zum einen wollten wir etwas essen, zum anderen hatten wir noch überlegt, einem englischen Paar einen Besuch abzustatten, mit denen wir das Speedboat aus Langkawi genommen hatten. Leider waren sie in ihrem Homestay nicht auffindbar. Wir probierten einen einfachen Thai am Ende der Walking Street aus und waren sehr zufrieden – das Essen war ausgesprochen lecker.
Nach fast eineinhalb Stunden im Internet Café spazierten wir zu Jack’s Jungle zurück und der Tag endete mit Lesen und Tagebuch schreiben.
30.01.
Schon brach unser letzter voller Tag auf Lipe an – wir begannen ihn gewöhnt gemütlich mit einem späten Frühstück. Außerdem wollten wir mehr von der Insel sehen, nach Sunset Beach war nun natürlich Sunrise Beach an der Reihe. Und es verschlug uns schier den Atem, der Unterschied zu seinem Bruder auf der anderen Seite war enorm. Auch Sunset Beach war zweifellos sehr schön, doch hier drüben an der Ostküste der Insel fühlte man sich, als sei man in der Karibik angekommen, wunderschöner weißer Sand, kristallklares Wasser (soweit waren die beiden Strände gleich), doch wo auf der Westseite nach wenigen Metern viele Korallen und Seeigel warteten, gab es hier ein schönes Muster aus Korallen und Sandflächen, man konnte meterweit in das Meer hineinlaufen.
Laura ging Schnorcheln und ich später auch (wir teilten uns das letzte Schnorchelset, dass wir hatten ergattern können) – wir entdeckten so viele farbenfrohe Fische, echt schön. Auch ein wenig Sonne bekamen wir ab, wir werden im Moment sogar ein bisschen braun!
Um halb fünf brachen wir auf. Wir hatten mittags noch das englisches Ehepaar (Rob und Carol) wieder getroffen und uns für abends im Jack’s Jungle zum Dinner verabredet.
Es wurde ein schöner Abend, nach leckeren Essen und einigen Bier zogen wir noch weiter in die Rastafari Home Bar um die Ecke, wo wir auf Toilettensitzen hockend (eine sehr interessante Bar) weitere Bier tranken. Rob’s Kommentar zum Besitzer – „High as a kite!“ – passte sehr gut 🙂
31.01.
Um 7.30 Uhr ging es heute aus den Federn – nach schnellem Frühstück und unserer ersten aufregenden Mopedtaxi-Fahrt (inklusive zunächst falscher Destination) kamen wir am Strand an. Die Vorbereitungen für den Ladevorgang unseres Speedboats (mit drei Außenbordern a 250 PS) waren schon in vollem Gange. Es fuhr mehrere Inseln an, Bulon kam zuerst, wir waren mit Muk als zweites dran, anschließend fuhr es nach Lanta.
Wir legten pünktlich um kurz nach 9 Uhr ab, es sollte eine Horrorfahrt werden. Zum einen erwartete uns auf der ersten Strecke bis Bulon hoher Wellengang und viele Leute wurden nass, so dass manche Passagiere schon panisch wurden. Eine junge Frau fing an zu weinen, eine andere Dame bat den Kapitän, doch bitte langsamer zu fahren und ein älterer Mann wurde im vorderen Teil des Bootes dermaßen hin- und her geschüttelt, dass es an einem Punkt so aussah, als sei sein Körper regelrecht leblos. Er lag auf dem Gepäck im Bug und mit jeder Welle schüttelte es ihn weiter. Er fing sich schließlich und wurde vom Personal nach hinten, in den ruhigeren Teil des Bootes, geführt. Laura bot ihm ihren Platz auf der hintersten Bank im Heck an – ich hatte eh seit Fahrtbeginn gestanden.
Wir mussten uns beide gut festhalten, der wilde Ritt ging länger als eine Stunde. Schließlich kamen wir pitschnass in Bulon an und ab hier fuhren wir in Küstennähe weiter Richtung Norden, so dass der Wellengang nicht mehr so übel war. Nach einer gefühlten halben Ewigkeit kamen wir in Ko Muk an.
Bereits während des wilden Rittes wurde für uns klar – ab hier würden wir lieber mit größeren (und etwas langsameren) Fähren fahren.
Zunächst legten wir uns eine Runde schlafen, wir fühlten uns nach der aufregenden Fahrt sehr erschöpft. Später gingen wir noch an den Strand, gegen 16 Uhr, und blieben dort bis zum Sonnenuntergang.
Die Sonnenuntergänge sind einfach ein Traum hier.
Der Abend endete bei einem leckeren, aber etwas lange auf sich warten lassenden Essen im Restaurant um die Ecke.
01.02.
Unser erster voller Tag hier auf Ko Muk begann mit vollen zwölf Stunden Schlaf – unsere Körper schienen Regeneration zu benötigen. Zwischendurch wurden wir morgens um 6 vom Höllenlärm der Zikaden geweckt – wieder einmal machten sich die Ohrenstöpsel bezahlt. Diese sind neben unseren Travel Sheets, dem zweitem Kamera-Akku und dem Leatherman das Equipment-Highlight unserer Reise.
Um zehn Uhr morgens standen wir auf und begaben uns auf die Suche nach Frühstück. Wir fanden es im Restaurant um die Ecke, wo wir auch gestern abend schon gegessen hatten (und heute abend wieder essen würden). Und morgens dauerte es auch nicht lang, bis wir unser Essen vor uns stehen hatten.
Ich hatte mich im Laufe des Aufenthaltes auf Ko Lipe an die landestypische Küche zum Frühstück gewöhnt und behielt das auch hier bei – für mich gab es Fried Rice mit Ananas und Chicken.
Den Rest des Tages können wir schnell zusammenfassen – wir chillten weiter in den Tag hinein, legten uns nachmittags an den Strand, um ein wenig braun zu werden und gingen abends wieder bei unserem Lieblingsrestaurant (auf der Insel gibt es auch nur drei andere) zu Abend essen.
Die unglaublich winzige Hotelbabykatze -Vicky, mit der wir uns gerne unsere Zeit vertrieben haben!
02.02.
Heute klingelte der Wecker um 8 Uhr, doch keiner beachtete ihn. Er wurde einfach ausgeschaltet. Nach einer Störung durch angeheiterte junge Erwachsene um 3 Uhr nachts (Ohrenstöpsel save the night yet again!) hatten wir uns das Ausschlafen aber auch verdient.
Wir probierten heute das Frühstück hier im Hadfarang, unserem Hotel (schmeckte so naja) und beschäftigten uns viel mit Orga – Hotel auf Ko Lanta, Flug von Phuket nach KL, Hotel in KL und letztes Feilen an den Planungen für Nepal hielten uns beschäftigt.
Trotzdem gönnten wir uns heute auch etwas – eine knapp dreistündige Kajaktour immer an der Inselküste entlang. Wir bestaunten die massiven Klippen und bizarren Felsformationen und entdeckten einen kleinen Strand, den wir auch nach kurzer Zeit ganz für uns hatten – eine Gruppe im Longtailboot verabschiedete sich, kurz nachdem wir gekommen waren und wir mussten ihn nur noch mit vier Affen teilen.
Sabai Beach: Zwischenstopp unserer Kajaktour.
Und nach kurzer Dusche kamen wir genau rechtzeitig wieder an den Strand zurück, um einen tollen Sonnenuntergang bestaunen zu können. Wir aßen auch vorn am Strand, es wurde allerlei gegrillt. Für uns gab es Tintenfisch, spanische Makrele, Tiger Prawns und Chicken-Spieße, dazu Mais und Folienkartoffel. Leider kam der Fisch recht spät, aber es war alles sehr lecker.
Zum Abschluss des Abends gönnte ich mir wieder einen Johnny Walker Green (den gab es gestern schon, für 100 Baht, also 2,50 EUR), stilecht im Schnapsglas 🙂 und wir teilten uns Pineapple Fritters, frittierte Ananasstücke.
03.02.
Auch heute klingelte der Wecker (um 9 Uhr) und auch heute interessierte es keinen. Wir standen spät auf, holten uns unser Frühstück in unserem Lieblingsrestaurant um die Ecke und überlegten danach, was mit dem Tag noch anzufangen sei, bzw. mit der Lücke bis 13.30 Uhr – wir hatten eine Tour gebucht. Wir entschieden uns dazu, diese Lücke mit „Sachen packen“ zu schließen. Nach dem letzten wilden Ritt auf dem Speedboat waren unsere Sachen nass geworden und wurden zum Trocknen quer im Zimmer verteilt.
Gegen 13.30 Uhr fanden wir uns an der Rezeption ein und um kurz vor zwei gingen wir los Richtung Strand. Begleitet wurden wir dabei von einem der Angestellten unseres Resorts – er und sein Kollege führten uns auf unserer Tour herum. Wir fingen bei den Smaragdhöhlen an, der wohl bekanntesten Sehenswürdigkeit der Insel. Das Longtailboot fuhr die Steilküste entlang, genau der Route folgend, die wir gestern mit dem Kanu befahren hatten. Dabei fiel uns schon gestern eine Stelle auf, an der einige Boote ankerten – bei drei oder vier Booten an einer Stelle fällt das schon auf, wenn sonst nur hier und da mal ein Longtailboot oder ein Katamaran über die Andamanensee schippert.
Unser privates Longtailboot. An diesem Tag hatte kein weiterer Gast sich für eine Tour angemeldet.
Kleines Suchbild: wer findet das Paar im Kajak? Ja, so steil und hoch sind die Felsen.
Doch was wir gestern nicht gesehen hatten, bekamen wir heute von einem unserer zwei Guides gezeigt. Wortlos band er sich eine Stirnlampe um, sprang ins Wasser (im Gegensatz zu seinem Kollegen war sein englisch nicht sehr gut) und bedeutete uns, ihm zu folgen. Und siehe da – durch ein kleines Loch schwammen wir in einen stockdunklen Tunnel. Zur Größe des Loches lässt sich hierbei sagen – in die Breite waren zwei, drei Meter Platz, doch in der Höhe hätte ein Kajak mit Insassen nicht hindurch gepasst.
Der Tunnel wand sich über 80 m und wir wurden den größten Teil des Weges vom grünen Schimmer des Wassers begleitet – lange, nachdem wir von Dunkelheit umgeben waren, war das Wasser immer noch in der Lage, uns den Weg zu erleuchten. Als das Glimmen immer weniger wurde (inklusive kurzem „stockdunkel“-Abschnitt), tauchte die wahre Sehenswürdigkeit vor uns auf – ein 80 bis 120 m hoher Krater, nur begehbar durch den Weg, den wir schwimmend hinter uns gebracht hatten, gefüllt mit einem feinen Sandstrand, an dem die Wellen langsam ausrollten, und vielen grünen Bäumen. Hier konnte man sich leicht vorstellen, was wir vorher im Lonely Planet gelesen hatten, Piraten hätten hier früher im Herzen der Insel ihre Schätze versteckt. Unser Guide wartete geduldig, bis wir alles aufgenommen hatten, dann schwammen wir zurück zum Schiff.
Als nächstes wartete die Big Cave, eine sehr große, aber leere und schwer einsehbare Höhle auf einer Höhe von etwa 7 bis 10 m. Dort war auch ein Schnorchelgang vorgesehen, doch die Strömung war zu stark und die Sicht nicht sehr gut, also brachten die Jungs uns zum Sabai Beach, an dem wir gestern mit unserem Kajak gelandet waren. Heute erkundeten wir die Bucht eher von der Seeseite aus – wir schnorchelten in aller Ruhe durch die Bucht, entdeckten armdicke Muränen und viele bunte Fische und Korallen und sammelten einige tolle Eindrücke.
Weiter ging es zum letzten Stopp unserer Tour, auf halbem Wege zum „heimischen“ Strand hielt unser Longtailboot nochmal und wir durften wieder ins Wasser hüpfen und uns beim Schnorcheln umschauen.
Alles zusammen eine tolle Tour, zu zweit im Boot mit ebenso vielen Guides, wir sahen viel schöne Natur in noch mehr Formen und Farben und konnten die Insel vom Boot aus erkunden.
04.02.
Heute ging es früh raus, um kurz nach 7. Die Fähre ging zwar erst um 9, aber wir wollten noch in Ruhe frühstücken und dann gemütlich zum Strand spazieren. Unser Gepäck wird ja im Laufe unserer Reise immer schwerer, da braucht man Zeit 🙂
Bye, bye Ko Muk.
Die Fährüberfahrt lief prima, das Wetter war toll und wir genossen die ruhige See besonders nach der letzten unruhigen Fahrt, die uns lange in den Knochen steckte. Gegen 11.30 Uhr kamen wir auf Ko Lanta an, der Einfachheit halber natürlich nicht am zentralen Pier, sondern an einem zweiten, etwas außerhalb gelegenen. Dort stieg die ganze Meute in bzw. auf sechs oder sieben wartende Pickups, die kostenlos zur jeweiligen Destination aufbrachen. Auch unser Fahrer brachte uns sicher in unser Hotel und wir wurden sehr freundlich empfangen, allerdings mit dem Hinweis, dass unser Zimmer leider noch nicht fertig sei – wir nutzten die Zeit, um Hunger und Durst zu stillen sowie dazu, Geld abzuheben.
Nachdem in den letzten Tagen unsere finanzielle Situation etwas angespannt war, kam also heute die Entspannung. Der Grund war nicht etwa, dass wir unser Budget verpulvert hatten und unerwartet ein Investor ins Spiel kam, sondern viel einfacher. Als wir mit der Fähre auf Langkawi ankamen, hatten wir zuletzt einen Geldautomaten zu Gesicht bekommen. Wir wussten vorher, dass es auf Ko Lipe keine geben würde, nicht aber, dass unser Boot dorthin von einem kleinen Kai abfuhr und nicht vom Fährterminal, an dem wir angekommen waren.
Also konnten uns vor der Abfahrt von Langkawi nicht mit Bargeld eindecken und auf Ko Lipe und Ko Muk nur gegen horrende Gebühren bei diversen Hotels. Deswegen traf es sich gut, dass das Leben auf den Inseln günstig war, so mussten wir nur ein Mal Geld abheben. Kurz gesagt – selten so über einen Geldautomaten gefreut wie hier auf Ko Lanta! Doch auch hier gibt es ein „aber“ – da wir auf einer Touristeninsel sind, nehmen alle Banken/Geldautomaten eine Gebühr von 150 Baht (3,50€). Alles Banditen!
Nach einem leckeren Mittagessen, bei dem man allerdings schon deutlich sehen konnte, checkten wir ein. Dann ging es relativ schnell raus in die Sonne, wir lagen bis 18 Uhr am Strand.
Der Abend endete mit einem Dinner im Lanta Seafood – dies hatten uns sowohl Lonely Planet als auch unsere Hotelbesitzerin empfohlen. Und in der Tat war es köstlich, wir gönnten uns ein ausgiebiges Abendessen – einen frisch vor unseren Augen gegrillten Red Snapper an Reis und Gemüse mit leckerer Austernsauce, dazu Weißwein. Zum Dessert gab es einen Bananen-Schokoladen-Pfannkuchen und Banane in Kokosmilch.
Red Snapper – lecker, lecker!
Gut gefüllt gingen wir schlafen.
05.02.
Der erste Sonnenbrand! Nach mehr als drei Monaten on the road wurde es aber auch Zeit!
Heute hatten wir die sensationelle Idee, uns zur Mittagszeit in die Sonne zu legen. Zunächst absolvierten wir eine gemeinsame Fitnesseinheit, danach ging es an den Strand. Laura war besorgt, dass wir nicht braun würden, also ging es für sie um zwölf zum Sonnenbad, für mich eine halbe Stunde später. Und es ist tatsächlich (Überraschung!) ein ordentlicher Unterschied, ob man sich zwischen 12 und 13 Uhr in die Sonne begibt oder gegen 14.30 Uhr. Schon um kurz nach 3 beschlossen wir auf Lauras Vorschlag, uns in den Schatten zurückzuziehen und das war wohl unsere Rettung. Heute abend sind wir trotz allem ganz schön rot. Eher rotbraun zwar, aber schon zu einem guten Teil rot. Wir verbrachten den restlichen Nachmittag mit Lesen auf dem Zimmer.
Deswegen fühlten wir uns auch im Restaurant ein wenig dämlich – wir waren die Touris, die wir sonst belächelt hatten. Das Essen war trotzdem lecker, im Lanta Seafood aßen wir heute zwar keinen ganzen Fisch, aber auch Lauras Pad Thai (ähnlich wie Fried Noodles, nur breiter und flacher) mit Tintenfisch und meine Fried Noodles mit Fischfilet waren sehr lecker und die Portionen echt anständig.
06.02.
Heute blieben wir der Sonne fern. Generell war es ein recht ereignisloser Tag, zumindest bis 17 Uhr. Wir chillten auf dem Zimmer, lasen und ich trieb ein wenig Sport.
Wir fanden uns gegen kurz vor fünf in der Lobby ein, wir sollten zum Kochkurs abgeholt werden! Laura hatte sich das sehr gewünscht und ich hatte mich angeschlossen, einige Grundkenntnisse zum Thema Thai kochen würden mir sicher auch nicht schaden.
Holger mit Kochschürze? Wer hätte das gedacht?!
Unser Vehikel hatte allerdings wohl einen Reifenschaden und kam deswegen deutlich verspätet um halb sechs an unserem Hotel an – als der Kurs schon beginnen sollte. Doch die anderen Teilnehmer (ein junges dänisches und ein älteres schwedisches Paar sowie zwei Französinnen) warteten auf uns und wir verpassten nichts. Phi, unsere Köchin und Kursleiterin, gab uns zunächst einen Einblick in thailändische Gewürze- und Gemüsesorten. Wir hatten uns vor Kursbeginn mit der Gruppe vier von zehn vorgeschlagenen Gerichten ausgesucht (Spring Rolls, Papaya-Salat, Grünes Curry und Seafood in Tamarind-Sauce) und jetzt ging zunächst mal die große Schnibbelei los, für alle vier Gerichte wurden das nötige Gemüse und die nötigen Gewürze fertig gemacht.
Als erstes wurde nun der Papaya-Salat fertig zubereitet und verspeist – sehr lecker. Anschließend ging es an die Spring Rolls, auch diese gelangen unter professioneller Anleitung überraschend gut. Hierbei wurde erst die Füllung im Wok zubereitet, anschließend eingerollt und frittiert. Es folgte die erste Hauptspeise – das grüne Curry wurde mit Hühnchenfleisch zusammen im Wok gekocht. Und auch die letzte Speise gelang überraschend einfach und vor allem schnell – im Wok dauert nichts besonders lange und auch unsere Meeresfrüchte (inklusive selbst gemachter Tamarind-Sauce) schmeckten echt prima.
Vollgefressen und glücklich kehrten wir gegen halb zwölf ins Hotel zurück.
07.02.
Heute trauten wir uns wieder an den Strand. Doch zunächst mal verschliefen wir – nachdem wir des Frühstücks wegen während der letzten Tage immer um 9 Uhr aufgestanden war (Frühstück wurde bis zehn serviert, die Hotelbesitzerin hatte aber schon am ersten Tag drauf Wert gelegt, dass wir ruhig auch später kommen könnten), hatten wir das Gleiche heute auch vor, doch unser Wecker hatte bessere Pläne. Vielleicht ob der mehrmaligen Ignoranz unsererseits, wer weiß. Er klingelte nicht und wir schliefen bis kurz vor elf.
Die Ironie dabei – beim Heimkommen hatte die Hotelbesitzerin wieder erwähnt, wir könnten doch ruhig morgen ausschlafen, wenn wir jetzt so spät (halb zwölf, hallo) gekommen seien. Auf dem Zimmer sprachen wir noch drüber, dass wir dieses Angebot wohl locker ausschlagen könnten. Naja, so nahmen wir es unfreiwillig an, Schwamm drüber.
Anschließend gab es wieder eine gemeinsame Sporteinheit und nachmittags gingen wir an den Strand.
Abends besuchten wir die Black Pearl – hier hatten wir am ersten Tag auf Ko Lanta zu Mittag gegessen. Beim Kochkurs hatten wir erfahren, dass die beiden zusammen gehörten und wir 20% Nachlass bekämen – das traf sich hervorragend, nach zwei Abendessen im Lanta Seafood wollten wir etwas Neues probieren. Ich aß Pad Khi Mao (ähnlich wie Fried Noodles) mit Meeresfrüchten und Laura Krabben in Ingwer-Sauce, beides echt lecker, dazu tranken wir einen etwas wenig aussagekräftigen Weißwein.





























Hey Ihr Süßen,
bitte seht es mir nach, wenn ich nach Eurer Rückkehr nicht mehr alle Detail Eures Reise kenne – hier merkt man teilweise auch den Unterschied zwischen Holgers Reise Tagebuch und den extra für den Blog geschriebenen Texten – denn im Reise Tagebuch stehen doch sehr viele Details, die einen mit der Zeit „über den kopf wachsen“ und ich teilweise am Ende des Textes gar nicht mehr weiß, was am Anfang stand… 😉
Auf den Bildern seht Ihr jedenfalls immer sehr erholt und happy aus (und Dank Bräunungsaktivitäten zur Mittagszeit endlich auch braun) – und habt im Gegensatz zu fast jedem anderen Menschen, der länger im Ausland war, Eure Figur gehalten – Respekt! 😀
Besonders schön ist das Foto von Holgers Körperabdruck auf dem Handtuch (da hat sich das viele Brusttraining wohl gelohnt!) und Holgi mit Kochschürze! °0°
Genießt noch die letzten Woche(n) und habt weiterhin eine so tolle Zeit!
Freue mich aber schon jetzt auf Eure Rückkehr – auch wenn Deutschland nach so einer Weltreise sicher erstmal öde und schnöde wirken wird, hier gibt es total spannende und megatolle Freunde, die nur darauf warten mit Euch die SPEKTAKULÄRSTEN Dinge zu erleben!
Hab dann schonmal eine Bahn im Hansa Haus reserviert, ne? 🙂
Bis dann!
Euer Böni :*
Ach, eins noch: Holgi erwähnt ja immer so schön, wo Ihr überall Nachlass bekommen/gespart/Sonderangebote erhalten habt… – ich hoffe, bevor Laura abreist, lasst Ihrs nochmal richtig krachen! So mit Champagner Bad in nem Vulkan, dazu Kobehummer usw…. Ich will mindestens ein dekadentes Abschluss Foto!